Die AIDS Epidemie

Die Verbreitung des HI-Virus in der Welt ist einzigartig und zumindest aus der Sicht der Epidemiologen interessant. So verbreitete sich dieser Virus nicht gleichmäßig schnell, sondern in Schüben. Erstmals tauchte der Virus um 1930 auf und zwar in Zentralafrika. Es wird davon ausgegangen, dass der Virus dann, ungefähr 1966, nach Haiti kam. Internationale Forscher fanden heraus, dass sich der Virus wahrscheinlich erst einmal auf Haiti ausbreitete und dann erst über die ganze Welt. 1969 hielt er in den USA Einzug. Hier verbreitete sich der Virus nur langsam und innerhalb der heterosexuellen Bevölkerungsgruppe. Erst danach folgten die homosexuellen Männer, die heute als Hochrisikogruppe bezeichnet werden.

Als Epidemie wurde HIV bereits in den 80er Jahren in den USA bezeichnet. Zu der Zeit gab es noch Länder, die vom Virus verschont blieben, die dann aber wahrlich überrollt wurden. Dies betraf vor allem die Länder in Osteuropa und Asien gegen Mitte der 90er Jahre. In Kamerun und anderen Ländern hingegen blieb der Virus lange Zeit konstant und die Zahl der Betroffenen wuchs nur langsam. Dann aber stieg sie sprunghaft an. Besonders schwer von der Epidemie betroffen sind die Länder Kenia, Uganda, Ruanda und Simbabwe in Afrika. Um der Epidemie zu begegnen, wurden zum Beispiel landesweit Aufklärungen abgehalten und es wurde Sexualkundeunterricht gegeben. Zunehmend werden hier auch Therapien durchgeführt.

Die Bekämpfung der Epidemie ist aber für die Länder allein nicht möglich, was aus finanziellen Gründen nachvollziehbar ist. Doch in Uganda zum Beispiel zeigen sich erste Erfolge. So konnten hier die Zahl der schwangeren Frauen, die mit HIV infiziert waren, von 1992 und 30 Prozent auf 5,4 Prozent im Jahr 2002 gesenkt werden. Generell kann noch lange nicht von einer Eindämmung der Epidemie Aids ausgegangen werden, denn teilweise erhöht sich die Zahl der Ansteckungen sogar in den Industrieländern wie Deutschland wieder. Nun werden wieder verstärkte Kampagnen durchgeführt, die zur Aufklärung beitragen sollen.

Zwar ist das Thema AIDS weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden, gebannt ist die Gefahr aber keineswegs. Dennoch sind können bei gebührender Vorsicht auch Reisen nach Afrika komplett sicher sein. So sollte sich zu Beispiel niemand davon abhalten lassen, Angebote zu Wellness in der Wüste von Namibia wahrzunehmen und seinen Urlaub dort in ganzen Zügen zu genießen.