Diagnose

aids-test Wer vermutet, sich mit dem HI-Virus angesteckt zu haben oder wechselnde Partner hat, sollte einen Bluttest machen lassen. Bei diesem kann eine Infektion mit dem Virus nachgewiesen werden. Hierbei wird das Blut dahingehend untersucht, ob Antikörper gegen den Virus vorhanden sind. Wenn die Infektion gerade erst passiert ist, ist der Test noch negativ, da eben noch keine Antikörper vorhanden sind und der Körper dafür einige Zeit benötigt. Dies dauert zwischen vier und zwölf Wochen, dann kann ein Test durchgeführt werden. Teilweise braucht der Körper sogar bis zu sechs Monate, bis die Antikörper vorhanden sind. Daher empfehlen die meisten Ärzte, einen zweiten Test nach sechs Monaten zu machen, damit sichergegangen werden kann, dass er wirklich negativ ist.

Zuerst wird bei dem Test ein einfacher Suchtest vorgenommen, der auch den Namen ELISA-Test trägt. Dies steht für "Enzyme-linked immunosorbent assay". Wenn dieser Test positiv ausfällt, wird ein weiterer Bluttest durchgeführt. Dieser trägt den Namen Western Blot-Test. Er wird vorgenommen, damit es nicht zu einem falschen Befunde kommen kann. Die Diagnose HIV-positiv steht fest, wenn beide Tests zu diesem Ergebnis gekommen sind. Wurde nun also die Diagnose HIV-positiv gestellt, wird noch ein Test durchgeführt. Bei diesem wird bestimmt, wie hoch die Menge der HI-Viren im Blut ist. Damit kann eine Prognose über den weiteren Verlauf der Erkrankung gestellt werden. Infizierte, die eine hohe Virenlast haben, bekommen in der Regel eine schlechtere Prognose als diejenigen, die eine geringe Virenlast aufweisen. Die Virenmenge bestimmt außerdem, wann die Therapie fällig wird oder ob die bereits bestehende Therapie abgeändert werden muss.

Zudem wird die Zahl der Helferzellen bestimmt, denn damit lässt sich feststellen, wie groß das Immundefizit bereits ist. Wer positiv auf HIV getestet wurde, sollte unbedingt seinen Partner darüber informieren und auch diejenigen, die vielleicht vor kurzem noch Geschlechtspartner waren. Diese sollte sich ebenfalls untersuchen lassen, damit eine weitere Verbreitung des Virus vermieden werden kann.

Das Spekulum wird von Ärzten eingesetzt. Spekulum heißt so viel wie Spiegel und benennt das medizinische Untersuchungsgerät, mit dem Gewebefalten entfaltet werden können. Dies geschieht ganz einfach durch Aufspreizen der beiden Blätter. Lange Zeit gab es Spekula lediglich aus Metall, was beim Untersuchen aber immer sehr unangenehm war, da das Metall doch sehr kalt ist. Heute sind auch Modelle aus Kunststoff erhältlich. Sie müssen nicht mehr desinfiziert werden, denn es sind Einwegmodelle, die nach Gebrauch einfach weggeworfen werden können.