Geschichte

Aus dem Kongo stammt die erste Blutprobe, die als früheste Dokumentation für das Auftreten des HI-Virus verstanden wird. Sie wurde im Jahr 1959 entnommen. 1976 verstarb eine ganze Familie an Aids und zwar in Norwegen. Die späteren Proben ergaben, dass die Viren gemeinsame Vorfahren haben mussten. Es wird daher davon ausgegangen, dass der HI-Virus schon vor 1940 auf den Menschen überging, wobei eine ähnliche Form beim Affen nachgewiesen werden konnte. Der HI-Virus 1 und 2 divergieren. Die erste Übertragung des Virus fand vermutlich im Jahr 1931 statt.

1981 wurde von Michael Gottlieb von einer seltenen Form der Lungenentzündung berichtet, der scheinbar nur Patienten befiel, die über eine schwere Immunschwäche verfügten. Auch die gefürchteten Kaposi-Sarkome traten vermehrt bei dieser Patientengruppe auf. Dass die Immunschwäche erworben war, wurde schon früh in Betracht gezogen. Anfangs wurde die Krankheit noch als Gay Related Immune Deficiency bezeichnet. Weitere Untersuchungen ergaben dann, dass die Krankheit auch bei den Menschen auftrat, die Blutkonserven erhalten hatten.

1982 wurde in Deutschland das erste Mal durch den "Spiegel" über die Krankheit berichtet und im gleichen Jahr gab es auch den ersten Fall bei einem Patienten in Frankfurt. Im Jahr darauf folgten Fälle in Österreich.  1983 gelang es einer französischen Forschergruppe, den Virus zu isolieren, welchen sie als Grund für die Immunschwäche erkannten. 1985 wurde der ELISA-Suchtest entwickelt, der dann auch von der Zulassungsbehörde in den USA erlaubt wurde. Seit dem Jahr 1986 gibt es nun die Bezeichnung HIV für Humanes Immunschwächevirus. Seit 1987gibt es erste Therapien. Hier wurde mit SZT behandelt.

Zu Anfang wurde stets davon ausgegangen, dass die Erkrankung nur in Randgruppen vorkäme, wie bei Homosexuellen oder Drogensüchtigen. Doch diese These wurde widerlegt, als die HIV-Tests das Gegenteil bewiesen und nun die Krankheit auch bei Heterosexuellen nachgewiesen wurde. Außerdem waren Männer und Frauen gleich häufig betroffen.