Therapie

HIV wurde in den 1980er Jahren entdeckt und damals gab es noch keine Medikamente dagegen. Lediglich die Symptome konnten eingedämpft werden. Behandelt werden heute die Begleitinfektionen ebenso, wie der HI-Virus. Betroffene finden so ein Stück mehr Lebensqualität. Wichtig zu wissen ist aber, dass kein Medikament HIV oder Aids heilen kann und die Präparate haben häufig starke Nebenwirkungen. Es gibt zudem keinen idealen Zeitpunkt, an dem eine Therapie starten kann oder sollte. Diese hängt immer davon ab, wie stark das Immunsystem ist, was an den CD4-Abwehrzellen festgestellt werden kann. Hier entscheidet also der Einzelfall darüber, wann welche Therapie einsetzt. Wichtig ist bei der Therapie immer, die Lebensqualität des Betroffenen zu erhöhen oder überhaupt zu gewährleisten. So ist es oft nicht ganz einfach, den Mittelweg zwischen der hohen Behandlungsdosis und dem vertretbaren Maß an möglichen Nebenwirkungen zu finden.

Die Medikamente, die die Vermehrung des HI-Virus in seinen verschiedenen Stadien verhindern sollen, werden antiretrovirale Medikamente genannt. Die gleichnamige Therapie wird überwacht, indem ständig die Virusmenge im Blut kontrolliert wird. Alle drei bis vier Monate wird daher ein Test auf die Viruslast durchgeführt. Die medikamentöse Therapie gilt als die Basis für die Behandlung von HIV und Aids. Doch der Patient sollte auch einige Dinge selbst beachten, wie die regelmäßige Einnahme seiner Medikamente, das Impfen gegen verbreitete Krankheiten und die Beachtung einer gesunden Lebensweise. Generell gilt, dass alles getan werden sollte, was das Immunsystem stärkt und was Krankheitserreger fern halten kann. So sollte beim Umgang mit Haustieren ebenso Vorsicht walten gelassen werden, wie beim Verzehr von rohen Speisen.

Auch wenn sich die Krankheit durch Beachtung dieser und weiterer Verhaltensweisen nicht aufhalten lässt, so lässt sie sich doch verzögern und die Auswirkungen sind leichter erträglich. Wichtig ist auch, dass sich die Patienten psychisch mit ihrem Problem auseinandersetzen, dennoch aber optimistisch bleiben und einen Weg zum Leben mit dem Virus finden.