HIV-Tests

Ob jemand sich mit HIV angesteckt hat oder nicht, kann mit Hilfe von Tests nachgewiesen werden. Damit eine eindeutige Sicherheit erlangt wird, kommen hier verschiedene Tests in Frage. Die HI-Viren können in Serum, Speichel, Urin oder Plasma nachgewiesen werden. Antikörper oder Antigene werden in der Probe nachgewiesen. Man spricht hier von einer Detektion.

Unterschieden wird zwischen den so genannten Suchtests und den Bestätigungstests. Der Suchtest - besonders bekannt ist hier der ELISA-Suchtest - hat zum Ziel, dass die infizierten Personen erkannt werden. Allerdings kann es hierbei dazu kommen, dass auch nicht infizierte Personen als positiv getestet werden. Wenn ein positives Ergebnis aus dem Suchtest vorliegt, so wird ein Bestätigungstest durchgeführt. In Deutschland und in den USA ist das der Western-Blot-Bestätigungstest. Damit soll verhindert werden, dass eine falsche positive Diagnose gestellt wird.

Tests auf HI-Viren werden in einem Labor unternommen. Es gibt inzwischen die Point of Care Tests, die als Schnelltest zu bezeichnen sind. Sie bieten innerhalb einer halben Stunde ein zuverlässiges Ergebnis. Diese Tests kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn es an Laboren mangelt, wie etwa in Entwicklungsländern. Auch dann, wenn ein schnelles Ergebnis gefragt ist, kann der Schnelltest angewendet werden. An den Test schließt sich dann in der Regel eine Beratung an. Dies wird inzwischen in vielen Großstädten angeboten, so in Berlin, Wien oder Frankfurt.

Zum ELISA-Test: Dieser gilt als gängiger Test zum Nachweis von HIV im Blut des Menschen. In Deutschland werden die meisten Menschen mit Hilfe dieses Tests untersucht, wenn sie zum Arzt gehen und sich auf eine mögliche HIV-Infektion hin untersuchen lassen wollen. Das Ergebnis des Tests liegt meist nach drei bis vier Tagen vor. Nachgewiesen werden können hier Antikörper, allerdings nicht der Virus selbst. Positiv ist der Test auch meist erst nach rund zwölf Wochen, weil der Körper des Menschen einige Zeit braucht, bis er Antikörper gebildet hat.